In diesem und im nächsten Jahr werde ich eine Ausbildung zum Natur-Coach beim Coach und Trainer Carsten Gans anstreben. Dabei geht es darum, die Natur als Lernumgebung zu nutzen, um herausfordernde oder belastende Themen zu bearbeiten. Dich auf dem Weg zu möglichen Lösungen zu begleiten, die du (noch) nicht siehst und beim Natur-Coaching selbst entwickelst. Ich werde wieder darüber informieren, sobald das Coaching-Angebot startet.

Derzeit gibt es ein gemeinsames Angebot fürs Outdoor-Coaching für Teams und Führungskräfte mit Coach Daniel Hetzer von kybos Training und Coaching und mir als Wander-Guide und Meditationsleiter.

Outdoor-Coaching für Teams und Führungskräfte

Beim Wandern kommt man buchstäblich in Bewegung. Unternehmen können dies zur Entwicklung von Teams und Führungskräften nutzen. Ein Weg dafür kann Outdoor-Coaching sein, das Wandern und Coaching verbindet.

Aus Entscheidungssituationen, die sich beim Wandern ergeben, können Führungskräfte wertvolle Lehren für ihre Führungspraxis ziehen. In einer von äußeren Reizen weitgehend unberührten Umgebung trainieren sie Führungskompetenzen und bauen diese aus. Die Ruhe schafft Distanz zum Joballtag und zu sich selbst. Gleichzeitig schärft die Umgebung das Bewusstsein für die Wichtigkeit von oft unterschätzten Kleinigkeiten im Führungsalltag. Ein weiterer Vorteil vom Coaching outdoor: Beim Wandern ist man nicht aufeinander fixiert. Auch Momente des Schweigens und des Innehaltens können angenehm sein. Dies können sich Führungskräfte zu Nutze machen, die Entscheidungen treffen, Ziele erreichen, Strategien entwickeln sowie Teams führen und entwickeln müssen.

Wandern verstärkt positive Gefühle und reduziert Stress

Rainer Brämer, Gründer des Deutschen Wanderinstitut e.V, empfiehlt Wandern als den intensivsten Zugang zur Natur: „Das Besondere beim Wandern ist, dass die eigene Natur in Bewegung kommt. Denn die innere Natur entfaltet sich am besten in der äußeren Natur. Grüne Landschaften verstärken dabei positive Gefühle und vermindern negative. Außerdem reduzieren sie Stress.“ Und auch Albert Einstein sagte, ein Problem könne nicht im selben Kontext gelöst werden, in dem es entstanden ist.

Gehen wir in der Menschheitsgeschichte zurück, so ist der Mensch ursprünglich ein Läufer. Ständig in Bewegung. Ob auf der Jagd, beim Suchen nach Orten zum Leben oder auf der Flucht. Zwar hat sich Vieles verändert seit wir als Jäger durch die Gegend liefen. Aber eines definitiv nicht: Wir haben einen Körper, der für Bewegung gemacht ist. Beim Gehen, Wandern oder auch auf einer Bergtour gibt es keine räumliche Enge. Denken wir an die antiken Philosophen, die sich, während sie umher wandelten, wichtigen Fragen des Lebens widmeten. Philosophieren in geschlossenen Räumen war ihnen weitgehend fremd.

Über Bewegung entfalten Teams und Führungskräfte ihr Potenzial

Ein Coach, der seine Klienten beim Gehen begleitet, versteht sich als Wegbegleiter. Er öffnet den „Raum“ für neue Perspektiven, damit die Klienten die richtigen Antworten selber finden. Die Bilder und Beobachtungen in der Natur, die sich auf dem Weg bieten, sind daher wichtige Hilfen im Gespräch. Sie werden aufgegriffen und bieten vielfältige Analogien, die helfen, einen anderen Blickwinkel einzunehmen.

Die Bewegung in der frischen Luft setzt zusätzlich Außenreize, die den Menschen anregen – physiologisch, psychisch und geistig. Der Mensch wird in seiner Gesamtheit angesprochen. Sein Potenzial kann sich entfalten und er erlebt sich in einer Beziehung mit der Natur, kann sein Thema in daraus abgeleiteten Symbolen und Metaphern erkennen. Im unmittelbaren, nicht konstruierten Erleben entdeckt er Parallelen zu seinem Verhalten und Handeln in seiner Problem- und Fragestellung.