Achtsamkeit ist sehr hilfreich zur Stressbewältigung. Belegt sind positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit. Vor allem mit Achtsamkeitsmeditation kannst du körperliche, emotionale und mentale Erschöpfung reduzieren.
Welche Rolle spielt Stress gerade in deinem Leben? Vielleicht gibt es wiederholt Situationen, die bei dir Stress auslösen und du wünschst dir ein geeignetes Mittel zur Stressbewältigung? In diesem Blogartikel geht es darum zu zeigen, dass Achtsamkeit und Meditation dich bei der Stressbewältigung unterstützen können.
Die Ursachen für Stress und ob jemand in Stress kommt, sind höchst individuell. So individuell wie die Menschen, so individuell wie du. Das können anspruchsvolle Aufgaben im Job oder permanenter Termindruck sein. Aber auch das Verhalten bestimmter Menschen, das dich irgendwie provoziert und auf das du in immer gleicher Weise reagierst, kann Stress auslösen.
Physische und psychische Folgen von Stress
Eine dauerhafte Belastung durch Stress kann physische und vor allem psychische Erkrankungen begünstigen. Folgende Symptome werden häufig genannt:
- Sinkende Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
- Gereiztheit
- Rückenschmerzen
- Albträume und Schlafstörungen
- Magen-Darmprobleme
- Muskuläre Verspannungen
- Bluthochdruck
- Geschwächtes Immunsystem
- Herzerkrankungen
- Angststörungen
- Burnout
- Depressionen
Dabei ist Stress, evolutionär betrachtet, ein kurzzeitiger Ausnahmezustand. Ein Notfallprogramm, das der Körper hochfährt, um die notwendigen Ressourcen und Energien zu mobilisieren. In der Steinzeit haben wir diese gebraucht, um uns den wilden Tieren im Kampf zu stellen oder vor ihnen zu flüchten.
Heutzutage ist das jedoch anders. Stress, vor allem am Arbeitsplatz, entsteht in der Regel durch chronische Überlastung, permanenter Zeitdruck oder ein negatives Klima in der Organisation. Für diese Art von Stress ist unser Körper nicht gemacht! Ein typischer Satz, der fast schon zum guten Umgangston von unter Dauerstress Stehenden gehört, lautet : „Ich bin gestresst.”
Studie zur Stressbewältigung mit Achtsamkeit
Die gute Nachricht ist: Du kannst selbst etwas zur Stressbewältigung tun. Achtsamkeit beziehungsweise Achtsamkeitsmeditation ist nämlich ein wirksames Mittel, um Stress zu reduzieren und deine Stressresistenz dauerhaft zu stärken.
Einen Nachweis dafür hat eine Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften der Max Planck Gesellschaft in Berlin erbracht. Die Wissenschaftler fanden heraus:
Mentales Training (Meditation), das Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Dankbarkeit oder Mitgefühl fördert, verringert die Konzentration des Stresshormons Cortisol. Dieses Hormon schüttet dein Körper dann vermehrt aus, wenn du unter Stress stehst. Es hilft, ihn in Alarmbereitschaft zu versetzen und mobilisiert Energie, damit du bestimmte Herausforderungen bewältigen kannst.
In einem neunmonatigen mentalen Trainingsprogramm sollten die Probandinnen und Probanden der Studie mithilfe westlicher und fernöstlicher mentaler Übungen einen bestimmten Fähigkeitsbereich schulen. Der Fokus lag dabei entweder auf Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, auf sozio-affektiven Fähigkeiten wie Mitgefühl und Dankbarkeit, oder auf sogenannten sozio-kognitiven Fertigkeiten. Insbesondere die Fähigkeit zur Perspektivübernahme gegenüber eigenen und fremden Gedanken.
Nach sechs Monaten Training war die Cortisol-Menge der Probandinnen und Probanden deutlich gesunken, im Schnitt um 25 Prozent. Gemessen wurde die Cortisol-Konzentration in ihren Haaren. Ein ausreichend langes mentales Training, wie etwa eine Achtsamkeitsmeditation, kann also zu stress-reduzierenden Wirkungen führen. Die Studie erbringt damit erstmals einen objektiven Beleg dafür, dass mentales Training körperliche Anzeichen von langen Stressphasen verringert, auch bei gesunden Menschen.
So hilft Achtsamkeit bei der Stressbewältigung
In der Forschung werden drei Komponenten genannt, auf die die Wirkung von Achtsamkeit zurückzuführen ist. Achtsamkeit hilft bei der Stressbewältigung dann, wenn du diese Komponenten praktizierst:
1. Intention
Stelle dir die Frage: Mit welchem Ziel übst du Achtsamkeit beziehungsweise meditierst du? Was ist dein persönlicher Sinn dabei?
Forschungen haben gezeigt, dass die Intention, mit der Achtsamkeit geübt wird, deutliche Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Ist deine Intention also die Stressbewältigung oder ein besserer Umgang mit Stress, so wirst du durch die Achtsamkeitsmeditation deinen Stress auch deutlich reduzieren können. Dies gilt grundsätzlich für alle (positiven) Intentionen, mit der Achtsamkeit praktiziert wird.
2. Aufmerksamkeit
Achtsamkeit ist eine bestimmte Form von Aufmerksamkeit. Dabei konzentrierst du dich auf bestimmte Objekte im Außen (zum Beispiel in der Natur oder andere Menschen) oder im Innen, also bei dir selbst. Gemeint sind Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen.
Wenn du dich selbst aufmerksam wahrnimmst, nimmst du dabei eine beobachtende Perspektive ein. Du blickst quasi aus einer Meta-Perspektive auf dich, aber ohne das, was sich dir dabei zeigt, zu analysieren, zu interpretieren, zu bewerten oder gar darüber zu urteilen. Dies kann die Genesung fördern, weil du dich mit dem, was sich dir zeigt, nicht identifizierst.
3. Haltung
Achtsamkeit ist eine Haltung. Es ist kein Tool, mit dem du „mal eben” ein bestimmtes oder nachhaltiges Ergebnis erzielst. Achtsamkeit ist ein dauerhafter Prozess, ein ständiges Praktizieren und Sich-Einlassen.
Mit welcher Haltung du also Achtsamkeit übst, hat einen großen Einfluss auf die Ergebnisse dieser Praxis. Führst du die Übungen und Meditationen mit einer offenen, freundlichen inneren Haltung durch, kann sich daraus Gelassenheit oder auch Akzeptanz entwickeln. Dies wiederum hilft dir, auch die unerfreulichen und unangenehmen Dinge, die das Leben immer wieder mit sich bringt, anzunehmen.
Achtsamkeitsmeditation wirkt sich also positiv auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden aus. Gerade dann, wenn es stressig ist, kann es eine wirksame Praxis sein, um zu entspannen und gelassener zu werden. Um den (stressigen) Situationen mit mehr Akzeptanz statt Widerstand zu begegnen. Um innerlich nicht dagegen anzukämpfen, sondern mit ruhigem und klarem Verstand zu schauen, was du ändern kannst und was nicht.
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Wunderbar zusammengefasst. Achtsamkeit wird so oft unterschätzt und es gibt einfache Mittel und Wege, um im Alltag achtsamer zu werden. Wir können alle so viel tun für Gesundheit und Wohlbefinden. In deinem Artikel finden sich einige davon. Ich habe ihn mit Freude gelesen.
Liebe Ulrike,
besten Dank für deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt und du daraus etwas für dich mitnehmen kannst.
Alles Liebe!
David
Meditieren hilft mir auch immer;)
Schönen Samstag
Taim
Hallo Taim,
das freut mich. Ja, Meditieren ist eine wunderbare Möglichkeit, sich selbst zu erforschen und zu erkennen, wo man etwas verändern kann.
Liebe Grüße
David